Testberichte aus verschiedenen Zeitungen


Zeitungsbericht aus der MOPPED 3 / 2000

Das Auge isst mit. Das wissen sogar die Hamburger-Griller und wickeln ihre Produkte in ein Stück Papier. Manche 125er-Chopper hätte man bislang auch gerne in Ihrer Transportverpackung belassen, wäre die beim Fahren nicht so hinderlich. Dass es auch anders geht, beweist Daelim mit der neuen Daystar.

Die macht sich nicht nur unverschämt lang und breit, sondern erfreut das Auge mit dicker Gabel und fetten Scheibenrädern. Von den Uhren in ihren Chromtöpfchen über die verchromte Tankkonsole bis zu den Sidepipes blinkt und glitzert´s, dass man die Sonnenbrille gar nicht mehr abnehmen mag. Und all das Chrom ist keineswegs wahllos verteilt, sondern ganz genauso geformt und angeordnet wie beim Original.

Das heisst natürlich Harley. Wie auch sonst? Die gelungene Kopie unterscheidet sich in einigen wenigen Punkten vom Original. Die Gänge zum Beispiel flutschen richtig perfekt rein. Die Daystar beschleunigt nicht ganz so gut wie eine Harley, dafür bremst sie besser. Eine Harley schrappt in der Kurve schon lange, bevor dem Fahrer komisch wird. Bei der Daystar liegen die beiden Zustände näher beieinander. Sie vibriert auch weniger. Wer den Einzylinder dreht, kommt passabel vorwärts - 103 km/h verspricht Daelim. Die Daystar ist bequem und gut gefedert. Nach fünfhundert Kilometern steigt man aber dann gern mal wieder ab. So ein Glück, dass der Tank nur 17 Liter fasst.

[© Mopped]

Bericht aus der AUTO BILD, Nr.43 (27.10.2000)

Herzlichen Dank an Hermann, der mir Text zur Verfügung stellte.

Glänzende Kopie

Nach Feierabend ein Easy Rider sein - dieser Korea-Chopper bietet den schönen Schein

Die 125er sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. In vielen Doppelgaragen stehen mittlerweile gehegte Achtelliter-Chopper, die ihren Vorbildern zum Täuschen ähnlich sehen: mit einem echten V2, die Koffer voller Putzmittel und im Chromglanz einer 1200er.

So macht es jedenfalls die Daelim Daystar 125. Eine dicke Chromschale trimmt der dünnen Gabel Muskeln an, fette Chrom-Schornsteine entlassen den zarten Wind des Einzylinders. Noch massiver wirken nur die polierten Scheibenfelgen - zweifellos eine gelungene Optik. Im Stand überzeugt der Korea-Chopper vollauf.

Den fehlenden Vauzwo vermisst niemand. Der Einzylinder drückt seine 13 PS wesentlich agiler auf den Freeway als beispielsweise die zweizylindrige Yamaha Virago. Und einen Lkw überholt die Daystar ohne Schweißausbrüche. Zudem lässt sich der Daelim-Single mit seinem - in diesem Segment untypischen - Drehzahlmesser effizient ausdrehen. Leider ist das Getriebe so buttrig weich geraten, dass man beim Schalten kein Klicken hört, geschweige denn ein Klacken.

Erstaunlich kräftig: die gut ansprechende Scheibenbremse vorn. Allein die Trommelbremse hinten verlangt auf nasser Fahrbahn Vorsicht. Aber wer fährt schon bei Nässe? Schönes Wetter und viele Kurven machen die Daystar zur festen Freundin.
Trotz der ausladend gemütlichen Trittbretter mag sie Schräglagen, da schrappt in engen Kurven so schnell nichts am Asphalt.

Mit dem 17-Liter-Tank (Verbrauch 3,3 Liter) kommt man durch halb Deutschland - so lange fahren aber nur die ganz Harten. Die anderen sitzen im Biergarten und fachsimpeln über putzempfindliche Alugussräder, kurvenfreundliche 130er Hinterräder und passende Handyhalterungen. In dieser Hinsicht ist die Daelim wie die Großen: In die Extras lässt sich fast noch mal so viel Geld stecken wie in die ganze Daystar, die mit 6490 Mark in der Liste steht. (R. Rhein)

Kommentare zu zwei Ansichten des Motorrades:
  • Ein Chopper wie ein Christbaum - da grüßen sogar die Harley-Fahrer. Der Einzylinder und sein Doppelauspuff glänzen um die Wette. Die Sitzbank ist zwar weich, aber für längere Touren problemlos geeignet.
  • Hier zu putzen beschäfitgt den Choppper-Fan den ganzen Samstagnachmittag.


  • [© AUTO BILD]

    Bericht aus Toutes les MOTOS 125

    Eté 2001 - N°2 - 35 FF

    Herzlichen Dank an Hermann, der den Text übersetzte und mir zur Verfügung stellte.

    Das für die Straße gemachte Custom-Bike

    Die Daelim Daystar verbirgt nicht ihren Ehrgeiz die V-Twins zu entthronen. Zugeschnitten wie die zuletzt genannten, stellt sie ihnen eine reichhaltige und praktische Ausstattung entgegen, Chrom im Überfluss und einen super Komfort, der auf langen Strecken zu schätzen ist. Um den erneut verbesserten Motorblock ihrer Cousine VT herum gebaut, hat die Daystar alles um zu gefallen und wie ein Stern am Firmament des Custom-Planeten zu funkeln.

    Von nun an ist die Daystar mit großen Reifen auf Leichtmetallrädern ausgestattet oder mit Speichenrädern, die einen weniger massigen Eindruck hinterlassen. Der große und komfortable Sattel ist eine angenehme Überraschung, denn einmal eingestellt, findet der Fahrer sicher seine Position. Der Beifahrer ist gleichermaßen auf einem kräftigen und langen Sitz untergebracht. Ohne Zweifel, das ist ein Motorrad , gedacht zum Abspulen von Kilometern mit absolutem Komfort. Die Instrumentierung ist zweigeteilt. Die Benzinanzeige sitzt auf dem Tank und der Block mit Kilometerzähler/Drehzahlmesser auf dem oberen Träger. Die Karosserieteile werten das Gesamtbild auf und geben ihr ein schickes Aussehen, das unter den 125ern seinesgleichen sucht. Die umschließenden Schutzbleche, die Gabelverkleidung, die verchromten Attrappen des Luftfiltergehäuses und des Getriebes bieten einen massigen und kräftigen Anblick, der den Eindruck einer V2 hinterlässt. Der Kuhhorn- Lenker und die Trittbretter für den Fahrer zeigen die Verwandtschaft zu den Low-Ridern. Die letztgenannten sind schlussendlich sehr praktisch und erlauben eine entspannte Steuerung.

    "Der Einzylinder trägt ein Temperament wie die unmittelbare V2 Konkurrenz zur Schau"

    Der Einzylindermotor, der VT entsprungen, gewinnt erneut an Leistung und besitzt einen Öl- Kühler. Die zwei Töpfe der VT machen hier einem zweigeteilten Schalldämpfer Platz, der mit sehr motorradmäßiger Klangfülle ertönt. Die Kurzberichte (siehe Statistik) belegen, in Anbetracht des Zylinders, einen fast tierischen Startschub. Immer wieder erweist sich diese Daelim lebendig im Stadtverkehr. Auf der Landstrasse ist eine Soziusfahrt möglich, denn die Daystar wird nicht an der ersten leichten Steigung schwach und man bemerkt gerade da unangenehme Vibrationen im oberen Drehzahlbereich. Die Federung, deren zentrales Monofederbein unter dem Sattel wie bei US Maschinen liegt, radiert die Unebenheiten der Strasse wirkungsvoll aus. Die geschmeidige Lenkung ist an der umfassenden Annehmlichkeit und der Langstreckentauglichkeit beteiligt. Einmal im Verkehr, behauptet sich die Daystar trotz ihrer Korpulenz als ein richtiges Motorrad und ist leicht zu führen.

    Diese Daelim ist eine echte Cruiser-Maschine, leicht zu handhaben und gut zu fahren. Eine wirkliche Konkurrentin der V2 . Um noch besser anzukommen ist diese Maschine zweifarbig und noch verführerischer mit Speichenrädern versehen.

    Die wichtigsten Daten etwas gekürzt:
    Länge2245 mm
    Reifen18/15 Zoll
    Tank17,5 L
    Verbrauch4,1 L/100km
    Leistung13 PS
    0 - 100 m8,5 s
    Höchstgeschwindigk.114 km/h
    Gewicht150 kg
    Punktbewertung von jeweils "5"
    Sitzen5
    Optik4
    Wetterschutz1
    Transport2
    Geeignet für
    Stadt4
    Landstraße4
    Autobahn4


    [© Toutes les MOTOS]
    Kommentar vom Webmaster: Die Franzosen haben mit dem Spritverbrauch wohl etwas übertrieben. Ich hatte im Durchschnitt einen Verbrauch von ca. 3 l/100km.
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