Daelim Daystar

Fahreigenschaften

27.09.2000 - Probefahrt

Mein erster Eindruck bei einer kurzen Händler-Probefahrt im September 2000 war berauschend. Die Beschleunigung war für so einen kleinen Motor erstaunlich, selbst in den hohen Gängen erfolgte ein guter Durchzug. Mit der Schaltung hatte ich am Anfang Probleme, da ich eine Wippschaltung noch nicht gewöhnt war. Nachdem das Prinzip aber klar war, flutschten die Gä:nge fast selbständig. Die Bremsen bissen auch kräftig zu. Zum Handling und den Eigenschaften des Fahrwerkes konnte ich in der kurzen Zeit nichts sagen.

01.03.2001 - Motorrad gekauft

Begeisterung war immer noch vorhanden, nur leider war der Motor jetzt gedrosselt und die Daystar zog nicht mehr so gut wie früher.
Schaltung
Schalten mit der Wippe ist sehr einfach, doch es ist angenehmer, nur mit dem vorderen Hebel zu schalten. Dadurch konnten die Schaltzeiten auch wesentlich verkürzt werden. Wenn die Maschine warm ist, benötigt man nur sehr wenig Kraft um zu schalten. Den Leerlauf findet man nach einiger Übung auch, ohne auf die Kontrollleuchte zu schauen.


Schalttabelle für gedrosselte Maschine bis max. 7000 U/min.
 Gang Geschwindigkeit km/h
1<20
2<35
3<50
4<60
5>60
Offizielle Tabelle für eine ungedrosselte Maschine
 Gang Geschwindigkeit km/h
1<35
2<60
3<80
4<90
5>90

Bremsen
Die Vorderradbremse (Scheiben 276 mm) ist sehr gut. Man kann mit dem kleinen Finger das Motorrad sehr schnell anhalten. Bei einer Vollbremsung besteht aber nicht die Gefahr, dass das Rad blockiert. Die Hinterradbremse (Trommel 130 mm) ist unterdimensioniert. Für gemächliches Bremsen oder in der Kurve abbremsen, kein Problem, doch im Notfall hat sie eine schlechte Verzögerung. Zum Blockieren reicht es aber völlig aus. Bei nassen Straßen oder bei Regen, ist die Trommel nur am Blockieren, was aber bei den Reifen Pirelli MT 66 Route nicht mehr so stark auftreten soll.
Morgendliches Losfahren
Das Starten war bei angenehmen Temperaturen kein Problem, und das Anfahren danach auch nicht. Doch beim Starten bei niedrigen Temperaturen hat sie einige Macken, anschalten mit Choke ohne Probleme, doch danach geht sie beim (ruckartigen) Gas geben wieder aus. Nach einer Strecke von ca. 1-2km hat sich das Problem aber schnell wieder erledigt.
Motor
Beim Anfahren kommt man gegen ein Auto ohne Probleme an, danach wird es aber schwierig. Ab 7000 U/min wird sie ganz schön laut (laut ist ja sowieso ein persönliches Empfinden), die Vibrationen empfinde ich aber nicht als störend. Gas nimmt sie, wenn sie schön warm ist, richtig gut an.
Verbrauch
Bei der Berechnung mache mache ich keinen Unterschied, ob ich Stadt, Land, oder Autobahn fahre. Zu 80% bin ich aber in der Stadt unterwegs, aber meistens fahre ich hier auch sehr verhalten und schalte zügig hoch. So liegt der Verbrauch durchschnittlich bei 2,7 l/100km mit dem gedrosselten Motor. Der ungedrosselte Motor verlangt etwas mehr, nämlich 2,9 l/100km (Angabe eines Bekannten). Es kommt natürlich auf die Fahrweise jedes einzelnen an. Ich benutzte meine Daystar neben langen Touren hauptsächlich für meinen Schulweg, welcher 5 km lang ist. D.h. Kaltstart, ein wenig fahren, aus. Beim Anfahren benötigt man eher höhere Drehzahlen, ab 50 km/h benutze ich aber immer den 5. Gang. Auf der Autobahn fahre ich mit 9.500 U/min.

20.04.2001 - Bei der 1000km-Inspektion

Bei der Inspektion mußte ich einige Dinge wechseln lassen, unter anderem den undichten Benzinhahn, einige Schrauben, die schlecht "verchromt" waren und Rost ansetzten.

01.08.2001 - Bei Kilometerstand 4000

Nach zwei langen Autobahnfahrten (jeweils 500km) ist die Metallfeder der rechten Hupe gebrochen. Eine Schraube an einem Verkleidungsteil hat sich auch verflüchtigt. Der Benzinhahn ist wieder undicht. Die Tachonadel schwingt (flattert) nach langer Fahrt bei 90 km/h immer 5 km/h nach rechts oder links. Außerdem scheint der Tacho ziemlich ungenau zu sein. Ich habe jemanden gebeten nacheinander mit zwei unterschiedlichen Autos mit 50 km/h vor mir herzufahren. Der Tacho zeigte ungefähr 58 km/h an. D.h. bei höheren Geschwindigkeiten müßte der Unterschied noch größer sein.

18.09.2001 - Bei der 4000km-Inspektion (gefahren bin ich allerdings schon 5000)

Bei der Inspektion wurde der Benzinhahn, der Tacho und meine eine Hupe ersetzt. Da hatte ich wieder ein fast neues Motorrad mit 0km auf dem Tacho. Nun hatte ich mich auch entschieden mir mal einen digitalen Tacho zu kaufen, um die Geschwindigkeit genau feststellen zu können. Entschieden hatte ich mich für den Sigma Sport Targa. Zusätzlich noch ein Spezialgeber für Gußfelgen. (Mal ein bisschen Werbung machen: Ich kaufe bei Louis und bin damit immer sehr zufrieden!) Den Geber habe ich dann möglichst nah an der Felge angeklebt und den Sensor an das rechte Gabelrohr. Nur bestand das Problem, das der Sensor und Geber max. 5mm auseinander sein dürfen. Es waren allerdings 10mm. Also mußten die Überschüßigen mit drei Hartgummistücken überwunden werden. Sieht zwar etwas komisch aus, aber es funktioniert. Jetzt nur noch der Radumfang... In den Fahrzeugpapieren steht ja eigentlich 18 Zoll, aber weit gefehlt. Bei der Felge selber messe ich 19 Zoll, der komplette Reifendurchmesser beträgt ungefähr 24,6 Zoll der auch 62,5cm.

18.06.2002 - Nach der 8000'er

Die Inspektion hat eine Stunde weniger Zeit in der Werkstatt beansprucht, als eigentlich die offiziell angegebene Zeit im Handbuch von 3 Stunden.
Grund: Der Mechaniker war mit dem Zustand sehr zufrieden, Kette voll i.O., Getriebe hat nur min. Abrieb, Ritzel auch alle okay. Also ist die Maschine doch auf längere Zeit hin haltbar.


Die Tabelle mit den realen Geschwindigkeiten, sind auch noch einmal mit dem Auto verglichen:
TachoanzeigeDigitalanzeige
4033
5042
6052
7062
8071
9082
10093
110101
120112
132120


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